Besser mobil mit CarSharing von stadtmobil

Gemeinwohl statt Profitmaximierung

Es ist geschafft: Wir haben unser Gemeinwohl-Testat und mit der ersten Gemeinwohl-Bilanz direkt die 500-Punkte-Marke geknackt!

stadtmobil Rhein-Neckar ist der CarSharing-Anbieter in der Rhein-Neckar-Region und stellt rund 13.400 privaten und gewerblichen Kund:inn:en mehr als 640 Autos zur Verfügung (Stand: 01.05.2022). Seit unserer Gründung haben wir zum Ziel, den privaten Autobesitz zu verringern und Städte vom Autoverkehr zu entlasten. Die positiven Umwelteffekte von CarSharing sind wissenschaftlich belegt: Laut Studien ersetzt ein CarSharing-Auto bis zu 20 private PKW. CarSharing-Kund:inn:en fahren generell wenig Auto und nutzen häufig alternative Verkehrsmittel.

Neben Klima- und Umweltschutz vertritt und lebt stadtmobil weitere Werte in den Bereichen Nachhaltigkeit und Wirtschaften. So steht bereits in der Satzung der Stadtmobil Rhein-Neckar AG: „Das Unternehmen fühlt sich ökologischen und sozialen Zielen in besonderem Maße verpflichtet.“

Unter dem Begriff der „Gemeinwohlökonomie“ (GWÖ) lassen sich alle Themen, die uns wichtig sind, zusammenfassen. Die Orientierung der Wirtschaft am Gemeinwohl ist sowohl im deutschen Grundgesetz wie auch in zahlreichen weiteren Verfassungen (deutsche Bundesländer, europa- und weltweit) verankert. So heißt es im Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland, Artikel 14: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“

Bei der Betrachtung und Bewertung von Unternehmen steht nicht mehr Profitmaximierung im Mittelpunkt, sondern die Frage, wie sich das unternehmerische Handeln auf das Gemeinwohl auswirkt. Der Internationale Verein zur Förderung der Gemeinwohl-Ökonomie e.V. hat eine Möglichkeit der Unternehmensdarstellung (ergänzend zur normalen Handelsbilanz) entwickelt, die den Beitrag zum Gemeinwohl in den Mittelpunkt stellt: die Gemeinwohlbilanz.

In dieser Bilanz geht es neben Umwelt- und Klimaschutz um Aspekte wie Menschenwürde, Solidarität, Gerechtigkeit, Transparenz und Partizipation, die in ihrem Zusammenspiel in allen Unternehmensbereichen analysiert werden.

stadtmobil versteht sich als gemeinwohlorientiertes Unternehmen. Wir wollen mit unseren Werten und Zielen selbstbewusst nach außen auftreten und unser unternehmerisches Handeln transparent und messbar machen. Wir haben deshalb für 2018 eine Gemeinwohlbilanz erstellt und auditieren lassen. Wir sind damit als gemeinwohlorientiertes Unternehmen auch offiziell zertifiziert und Vorreiter in der CarSharing-Branche.

Unseren ersten Gemeinwohlbericht (erstellt 2019) finden Sie hier zum Download.

Wir danken Ulrike Häußler vom Team Weitblick für die Beratung und Unterstützung bei der Erstellung des Berichts!

GWÖ-News

stadtmobil-Kundenbericht: Elektrisch in den Urlaub – geht das?

Pfingsten 2022, Urlaubszeit in Baden-Württemberg und gleichzeitig Ukraine-Krise: Welches Carsharing-Auto nimmt man da. Wir wagen den Versuch und fahren mit dem elektrischen Renault ZOE von Stadtmobil Rhein-Neckar. Uns beschäftigen zwei Unsicherheiten: Halten uns die Ladevorgänge an der Autobahn auf? Und kommen wir auch in Frankreich trotz Ladekartenwirrwarr überall an unseren Strom? Vorweg gesagt: Es ging gut und wir machen das wieder.

Noch in Deutschland zeigt sich, dass der Ladechip der Stadtwerke Heidelberg am Schlüsselbund an allen Ladesäulen akzeptiert wird. In Frankreich gilt das nicht mehr, aber die App „mobility+“ hilft. Diese haben wir ohnehin installiert, weil sie übersichtlich bei der Ladestationssuche und beim Routing zu der Ladestation hilft und auch zuverlässig anzeigt, wieviel Ladesäulen gerade frei sind. Aus Kosten- und Sicherheitsgründen hatten wir für den Zielort ergänzend eine französische App des lokalen Anbieters am Start. Bei insgesamt 18 Ladevorgängen während der Fahrt passiert es uns insgesamt dreimal, dass wir eine Ladestation nicht nutzen können. Das macht aber nichts, denn auf unserer Route ist die nächste Lademöglichkeit nie weit weg. Und hätten wir vorher verstanden, dass in Frankreich die Ladekarte von mobility+ mehr kann als die zugehörige App, wäre sogar das nicht passiert.

Also einfach ins Auto setzen und los fahren? Nicht ganz. Mit Hilfe der APP „A better Route Planner“ planen wir mögliche Stopps voraus. Diese App berücksichtigt den genauen Fahrzeugtyp und optimiert auch die Ladezeiten so, dass das Fahrzeug möglichst schnell lädt. Tatsächlich ist unser kleines stadtmobil sparsamer als die App glaubt – wir haben also immer einen Puffer zur Prognose. Unsere Erfahrung: Wenn wir maximal 120 km/h fahren, hält die Batterie ca. 300 km. Macht man alle zwei Stunden ohnehin Pause, ergibt sich durch das Laden keine Verzögerung. Eine weitere Erfahrung: Es ist so gut wie immer eine Ladesäule frei. Ausnahme: Mittags an der Autobahn und Samstags vormittags in der Stadt wird es mal voll. Unsere längste Wartezeit betrug einmal 10 Minuten mittags in Montelimar. Von den sechs Schnelladern war dann aber schnell wieder einer frei.

Und hat sich das jetzt für das Klima gelohnt? Bei 2700 km haben wir 450 kWh Strom verbraucht. Theoretisch alles Ökostrom. Mit dem deutschen kohlelastigen Strommix gerechnet, sind es etwa 180kg CO2. Das ist nicht nichts, aber doch deutlich weniger als die 400kg eines Verbrenner-Fahrzeugs. Und Herr Putin hat an uns wenig bis nichts verdient.

Unsere Empfehlung: So leicht wie mit dem Diesel-Auto ist so eine Urlaubsfahrt nicht. Aber mit etwas Experimentierfreude und Planung geht es. Vielleicht hilft dieser Vergleich: Wer sein Handy selbst einrichten kann, kriegt auch so eine Fahrt locker hin. Und mit jedem Jahr wird es leichter, z.B. wenn bald alle Ladesäulen mit der Geldkarte bezahlt werden können, falls die eigene Ladekarte versagt.

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Unsere Philosophie: Moderne Mobilität für alle

Das Ziel von stadtmobil ist es, den privaten Autobesitz zu verringern und dabei dennoch die Mobilität für den Einzelnen zu verbessern.

Städte vom Autoverkehr zu entlasten erhöht die Lebensqualität, tut dem Klima gut und schafft Freiräume, weil nicht so viele Parkplätze benötigt werden.

stadtmobil versteht sich deshalb ausdrücklich als Ergänzung zum Öffentlichen Verkehr, zum Fahrradfahren und zu Fuß gehen.

So entlasten wir ganz konkret die Umwelt:

 

  • Jedes stadtmobil-Fahrzeug ersetzt im statistischen Mittel bis zu 20 Privat-Pkw.
  • Die stadtmobil-Fahrzeuge sind jünger und sparsamer als die Durchschnittsflotte der deutschen Privat-Pkw. Der Kraftstoffverbrauch ist deutlich niedriger.
  • Die stadtmobil-Fahrzeuge werden nur für Wege und Gelegenheiten genutzt, für die andere Verkehrsmittel keine optimalen Bedingungen bieten.

Unser Ziel ist es, möglichst vielen Menschen in der Region Rhein-Neckar moderne, flexible, umweltschonende und preisgünstige Mobilität zu ermöglichen.

Als der regionale CarSharing-Anbieter in der Rhein-Neckar-Region bieten wir in 29 Kommunen über 12.200 Kunden mehr als 580 Autos an. Die Fahrzeuge stehen dezentral an rund 260 CarSharing-Stationen. Mehr als 190 Stationen befinden sich allein in verschiedenen Stadtteilen von Heidelberg und Mannheim – in diesen beiden Städten ist außerdem "JoeCar by stadtmobil", das noch flexiblere CarSharing-Angebot, verfügbar.

Die Fahrzeugflotte von stadtmobil umfasst Fahrzeuge von der Miniklasse über Kleinwagen und Kombis bis zum 9-Sitzer Bus und zum Transporter. Das Durchschnittsalter der Fahrzeuge liegt unter drei Jahren, der CO2-Ausstoß der Flotte etwa 28 Prozent unter dem bundesdeutschen Durchschnitt.